Gurken__Mohn_und    Rote Mohnfelder, weisse Weinkeller, staubige Dorfstrassen, Höhenschlösser und viel warme, sommerliche Stille. In diese Atmosphäre taucht die 1830 geborene deutsch-mährische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach ihre mährische Heimat. Recht spät, erst in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde das Land Mähren für die deutschsprachige Literatur entdeckt. Zwischen den Ausläufern der angrenzenden rein deutschen Sprachgebiete Bayern und Niederösterreich, der Slowakei im Süden und der böhmischen Pfanne im Norden bildeten mährische Landstädtchen wie Reichegg, Boskowitz, Gaya oder Brünn ganz unvermittelt zentrale Schauplätze in Gedichten, Novellen und Romanen des tschechisch-mährischen Schriftstellers Frantisek Halas, des deutsch-mährischen Priesters und Schriftstellers Jakub Deml und des jüdisch-mährischen Dichters und Anarchisten  Hugo Sonnenschein. eine Sendung des  DeutschlandRadio, 2004