Sendung vom Mittwoch, 27.2. | 8.30 Uhr | SWR2

Von Anat Kalman

Der französische Philosoph Paul Ricœur (1913 - 2005) gilt bis heute weltweit alsder Begründer und Denker der modernen Verständniskultur. Wie viele großen Denker des 20. Jahrhunderts stellte Ricœur die Sprache in das Zentrum seiner Philosophie: "Ohne die Augen der Sprache blieben die Blicke des Menschen leer." Ricœur versuchte nicht nur das eigentlich Verborgene oder die tiefere Bedeutung von Texten zu ergründen, sondern auch von sozialen Beziehungen. So wie ein Text Ausgangspunkt einer neuen Weltsicht ist, erklärt er, so ist jede neue Begegnung die Entfaltung einer Welt, der Entwurf einer Welt, die mehr ist als nur bloße Situation. In jedem anderen eine ganz eigene Weltdeutung zu sehen, heißt von daher, den anderen in seinem ganzen Anderssein verstehen zu wollen.

 

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